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Kaffee-Entdeckungsreise nach Nepal 2011
Nepal ist als Kaffeeprovenienz bisher eher ein Insidertipp. Wir wollen das ändern und bieten für Februar/März 2011 in Zusammenarbeit mit INTI-Tours eine Kaffee-Entdeckungsreise nach Nepal für Kaffee-Experten und Kaffeeliebhaber an.
Das Reiseprogramm
Nach ersten kulturellen Eindrücken der kulturellen Vielfalt Kathmandus werden wir eine Kaffee-Kooperative in einem Distrikt südlich der Hauptstadt besuchen. Der Weg dorthin ist nicht einfach und erfordert einige Stunden Fußmarsch durch die Vorberge des Himalaja. Im Dorf Thuladurlung erleben wir am folgenden Tag Ernte und Verarbeitung des Kaffee. Im Dorf übernachten wir in Zelten und werden von einem erfahrenen Expeditionsteam betreut.
Anschließend fliegen wir nach Pokhara am Fuße des über 8000 Meter hohen Annapurna-Massivs. Pokhara, Zentrum des Trekking-Tourismus, liegt auf etwa 800 Meter Höhe am Rande des Phewa-Sees, mit beeindruckender Sicht auf den fast 7.000 Meter hohen Machpuchare, das “Matterhorn Nepals”. Der See lädt zu Rudertouren und Wanderungen vor gigantischer Bergkulisse ein.
Von hier aus besuchen wir zu Fuß die Kaffeebauern von Bayali, deren sehr begrenzt verfügbare Kaffees Spitzenpreise erzielen, und erleben hautnah die traditionelle Lebensweise der Menschen. Am nächsten Tag geht es an den idyllischen, kaum von Touristen besuchten Begnas See, etwa 10 Kilometer von Pokhara entfernt, wo wir eine historische Kaffeepflanzung besichtigen.
Zum weiteren Programm gehören eine lokalen Kaffee-Röstung mit anschließender Verkostung zusammen mit den Kaffeebauern – ein wichtiger Know-How-Transfer für beide Seiten. Aber auch die Erkundung der immer wieder spektakulären Landschaft und der Besuch kultureller Stätten werden nicht zu kurz kommen.
Eine abenteuerliche Busfahrt von etwa 6 Stunden durch enge Schluchten mit reißenden Flüssen vor atemberaubender Bergkulisse bringt uns zurück in die Hauptstadt Kathmandu. Dort verkosten wir zum Abschluss mit verschiedenen Kaffeeerzeugern deren Kaffees, so dass wir mit reichhaltigen Eindrücken über Kaffee und Kultur Nepals und möglicherweise interessanten Geschäftskontakten nach Hause zurückkehren.
Wer möchte, kann ein anschließendes Verlängerungsprogramm mit Besichtigung weitere kultureller und landschaftlicher Sehenswürdigkeiten in und um Kathmandu buchen.
Wenn Sie Interesse an dieser Reise haben, nehmen Sie bitte rechtzeitig mit uns Kontakt auf.
Reisedauer: 10 -14 Tage
Kosten: ca. 1.000 bis 1.200 EUR ab/bis Kathmandu
Lalitpur Coffee – Geschmacksgipfel im Himalaja
- Link: Lalitpur Coffee – Kaffeequalität
- Link: Der Lalitpur-Kaffee und die Nachhaltigkeit
- Link: Lalitpur Coffee im Maskal-Shop kaufen
Hintergrund
Nepal ist wahrscheinlich das nördlichste Kaffeeanbaugebiet der Welt. Dennoch bietet das feucht-subtropische Klima an den Südhängen des Himalaja ideale Anbaubedingungen. Über die historische Entwicklung des Kaffeeanbaus im ehemaligen Königreich Nepal, das bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts noch weitgehend von der Außenwelt abgeschirmt war, ist wenig bekannt. Vermutlich brachte ein Eremit in den 1930er Jahren die ersten Pflanzen oder Bohnen aus dem heutigen Myanmar mit in das damalige Königreich. Seither haben sich verschiedene lokale Varietäten entwickelt, die – im Gegensatz zu anderen Anbauregionen Asiens – bisher offenbar gegenüber Kaffeekrankheiten weitgehend resistent sind.
Seit den 1990er Jahren wurden, unterstützt mit ausländischen Mitteln und Experten, insbesondere durch die schweizerische NGO Helvetas sowie die amerikanische USDAID, verstärkt Anstrengungen unternommen, den Anbau von Arabica-Kaffees zur Deckung der inländischen Nachfrage, aber auch für internationale Märkte zu weiter zu entwickeln. Inzwischen leben rund 12.000 Familien in 9 Distrikten vom Kaffee. Lalitpur Coffee ist das Produkt von 800 Kleinbauernfamilien, die sich in 38 Kooperativen und einer Dachorganisation zusammengeschlossen haben. Ihre Dörfer sind, obwohl oft kaum 30 Kilometer von der Hauptstadt Kathmandu entfernt, nur schwer erreichbar. Das Anbaugebiet umfasst Lagen von 800 bis 1600 Metern Höhe, mit einem Jahresertrag von derzeit 25 Tonnen bio-zertifiziertem Kaffee.
Kaffeequalität
Rohkaffee: Die Farbe dieses halb-trocken (pulped natural) verarbeiteten Rohkaffees ist von intensiver Jade. Es ist deutlich zu erkennen, dass die Bohnen mit großer Sorgfalt und sehr gleichmäßig getrocknet wurden. Die vergleichsweise kleinen Bohnen (Sieb 14?) ergeben ein weitgehend harmonisches Bild. Der Geruch ist einwandfrei. Bis auf einige gebrochene Bohnen waren im Muster in der überprüften Ware keinerlei Defekte zu entdecken. Ein alles in allem äußert gut verarbeiteter Kaffee. Die Qualität der ersten Lieferung übertraf sogar die des oben beschriebenen Musters. Der Rohkaffee wurde im Jutesack mit eingenähtem, feinen Innenstoff geliefert, der die Ware zusätzlich schützen soll.
Röstkaffee: Wir haben den Kaffee ein Mal mit 12:40 und ein Mal mit 14:00 Minuten geröstet. Bei 13 Minuten ist die Säurespitze noch deutlich wahrnehmbar, bei der etwas längeren Röstung ist der Kaffee bereits ausgewogener, auch wenn die Säure zu Beginn kurz und „frech“ aufblitzt. Begleitet wird das „Aufblitzen“ von Rosenwasser und Nüssen, was zunächst etwas irritiert, dann den Kaffee, der beim Abgang regelrecht auf der Zunge zu kleben scheint, geschmacklich sehr interessant werden lässt. Den Kaffee zeichnet des Weiteren eine angenehme, feine Würze aus. Der Körper ist medium.
Das Röstbild ist uniform; der Röstverlust liegt bei knapp 16,5%.
Potential/ Eignung:
Der Lalitpur ist ein hervorragend verarbeiteter Kaffee mit einem ausgeprägten, gut wieder erkennbarem Charakter. Er scheint beim Rösten Hitze gut zu vertragen, so dass dunklere Röstungen oder gar die Verwendung als oder für Espresso durchaus ins Auge zu fassen sind. Das Rohkaffeebild ist weitgehend homogen, eine zusätzliche Absiebung würde das Erscheinungsbild optimieren.
Nachhaltigkeit
Ökonomie: Die Gründung eines Kooperativen-Dachverbandes im Distrikt Lalitpur ist die Grundvoraussetzung für einen direkten Zugang zu nationalen und internationalen Märkten. Mit einem Marktpreis von 5 bis 6 Dollar pro Kilo Rohkaffee werden derzeit weit überdurchschnittliche Erträge erzielt. Dies liegt auch daran, dass die erzeugten Mengen bisher limitiert sind, und die Nachfrage eines kaufkräftigen internationalen Publikums in der Hauptstadt Kathmandu sich weiter positiv entwickelt. Daneben konnte auch für weniger hochwertiger Kaffees ein lokaler Markt entwickelt werden. Voraussetzungen dafür waren zum einen die Vermittlung der Kultur des Kaffeetrinkens als auch die Qualifizierung von Kaffeebauern in der Kaffeeröstung. Derzeit können die Erzeugerfamilien die Hälfte ihres Einkommens aus Kaffee generieren.
Ökologie: Die Vorberge des Himalaja haben in den vergangenen Jahrzehnten extrem unter Entwaldung und ihren ökologischen Folgen gelitten. Ursache hierfür waren u.a. die Verstaatlichung der Waldbestände, der rasant zunehmende Bedarf an Holz und landwirtschaftlicher Nutzfläche der rasch wachsenden Bevölkerung. Dies gilt auch und insbesondere für das Umland der Millionen-Metropole Kathmandu. Im Distrikt Lalitpur, der unmittelbar an die Hauptstadt angrenzt, sind heute noch oder wieder 50 % der Fläche bewaldet. Von dieser Fläche ist inzwischen über die Hälfte in die Hände von Bauerngruppen übertragen, die eine nachhaltige Nutzung garantieren müssen. So bietet der Kommunalwald nicht nur Schutz vor Erdrutschen und Erosion, sondern liefert Feuer- und Bauholz, Streu, Viehfutter und Kompost sowie eine Reihe von Nicht-Holz-Produkten wie Zimt, Neem, den Mondsamen oder Süßholz, die in der traditionellen Medizin eingesetzt werden. Im Rahmen des Helvetas-Kaffeeprogramms werden die Diversifizierung der Schattenbäume für den Kaffee, die Sammlung von Gülle als Flüssigdünger, das Mulchen der Bestände und die gezielte ökologische Schädlingsbekämpfung (z.B. des Weißen Stammbohrers) gefördert. Ein internes Kontrollsystem überwacht den nachhaltigen Anbau und sichert ein hohes Qualitätsniveau.
Soziales: Die Bevölkerung des Distriktes ist mit 46 ethnischen Gruppen und Kasten (einschließlich der so genannten Unberührbaren) sehr inhomogen und weist nach wie vor ein rasches Wachstum von mehr als 2,5 % pro Jahr auf. Aufgrund der Nähe zu Kathmandu und ihrer Schwesterstadt Lalitpur (Patan) ist das sozio-ökonomische Stadt-Land-Gefälle sehr ausgeprägt. Das Coffee Improvement Program konzentriert sich daher v.a. auf die Unterstützung von Kleinbauern und insbesondere von unterprivilegierten Gruppen und deren soziale und wirtschaftliche Integration. So sind 40 % der Kooperativenmitglieder Frauen, ein vergleichsweise hoher Anteil in einem Land, in dem Frauen nach wie vor extrem unterprivilegiert sind.
Diesen Kaffee jetzt im Maskal-Onlineshop kaufen
Standort – Anbau
Coffee Hunting Kaffees
Neu! Bob-o-Link Coffee, Brasilien
Bob-o-Link ist ein Zusammenschluss von Kaffee-Familienbetrieben in den Mococa-Bergen des Bundesstaates Sao Paulo, Brasilien. Beste Kaffeelagen in 800-1.400 m Höhe werden auf Initiative der Fazenda Ambiental Fortaleza auf ökologischen, umweltgerechten Kaffee-Anbau im Einklang mit der Natur um gestellt – symbolisiert durch den Bobolink, einen in Nord- und Südamerika heimschen Zugvogel.
Bob-o-Link ist mit herkömmlichen Brasil-Kaffees nicht zu vergleichen. Höhenlage, umweltgerechter Anbau ohne Pestizide, Handlese und optimale Sonnentrocknung verleihen diesem Kaffee einen unvergleichlichen Charakter. Maskal wird Bob-o-Link in wenigen Wochen exklusiv für Deutschland anbieten – als Single Origin Espresso. Ein echt cooler Kaffee für die Raritätensammlung!
Sumatra Sinar Harapan
Sinar Harapan ist unsere erste Empfehlung von mehreren neu entdeckten Sumatra-Provenienzen um den idyllisch gelegenen Laut Tawar See.
Dieser Kaffee gedeiht in naturnahen Agroforstsystemen zusammen mit Bananen und Avocados im Schatten von Urwaldbäumen. Der Kaffee wird halbtrocken aufbereitet und im Parchment zur Verarbeitung und Vermarktung an die Kooperative geliefert.
In der Teströstung wunderbar ausgewogen, mit feiner, unaufdringlicher Säure - sehr sauber. Ein überzeugender Kaffee! Unsere Verkostungs-Muster stammen aus der Ernte 08/09.
Sumatra Bintang
Bintang ist ebenfalls eine Entdeckung unseres Coffee Hunters Siggi Klein vom Rande des Gunung Leuser Eco Systems im Norden Sumatras. Dieser Kaffee wird von wenigen Bauernfamilien in den entlegenen Waldgebieten der Pufferzone des Parks gesammelt und ebenfalls halbtrocken verarbeitet.
In unsere Teströstung überzeugte der Kaffee mit einer schönen, nicht zu dominanten Säure. Unsere Muster stammen aus der Ernte 08/09.
Sidamo Grad 1 (Äthiopien)
Unser Sidamo Grad 1 aus dem Distrikt Kebada, für den ausschließlich reife Kaffeekirschen geerntet und verarbeitet werden, erfüllt alle Ansprüche eines Top-Spezialitätenkaffees. Er wird in einer Spezialfolie abgefüllt und vakuumiert. So bewahrt der Rohkaffee deutlich länger seine Frische als in den üblichen Jute- oder Plastiksäcken. Der Sidamo Grad 1 ist eine „special preparation“ aus dem Projekt „Operation Cherry Red“ in Äthiopien. Das Projekt wird finanziell von der niederländischen Regierung und der EU unterstützt und von Trabocca (Amsterdam) in engster Zusammenarbeit mit den Bauern in verschiedenen Distrikten realisiert.
Spezialitätenröster in anderen Ländern, die ebenfalls einige wenige dieses in 12,5 kg-Einheiten verhandelten Kaffees erwerben konnten, schwärmen von dessen unglaublichen geschmacklichen und aromatischen Intensität – eine Schwärmerei, der wir uns bedingungslos anschließen!
Eine ausführliche Verkostung der Maskal-Röstung dieses Kaffees hat Arne Preuss von Coffeeness. Seine Bewertung finden Sie hier.
Nachhaltigkeitsprofil

Bewertung des Sidamo-1 OCR (0 = durchschnittlich, 10 = herausragend)
- Lesen Sie hier mehr über den Sidamo Grad 1 ( Geschichte und Hintergründe, Anbau, Qualität , Geschmack und Nachhaltigkeit usw.)
- Sidamo Grad 1 im Kaffeeshop von Maskal kaufen
Lalitpur Coffee (Nepal)
Lalitpur-Kaffee gehört laut Insidern zu den Spitzenprovenienzen in Nepal. Der Lalitpur ist ein hervorragend verarbeiteter Kaffee mit einem ausgeprägten, gut wieder erkennbarem Charakter. Im 800 bis 1600 m hoch gelegenen Anbaugebiet etwa 40 Kilometer südlich von Kathmandu produzieren acht Kooperativen in ökologisch orientiertem Anbau derzeit 25 Tonnen Arabica-Kaffee. In der Verkostung unserer Teströstung wusste der Kaffee mit einem mittleren Körper, einer frechen Spitze im Abgang und Aromen von Nüssen und Rosenwasser zu begeistern.
Nachhaltigkeitsprofil

Bewertung des Lalitpur-Kaffees (0 = durchschnittlich, 10 = herausragend)
- Lesen Sie hier mehr über den Lalitpur Coffee (Geschichte und Hintergründe, Anbau, Qualität , Geschmack und Nachhaltigkeit usw.)
- Lalitpur-Kaffee im Shop von Maskal kaufen
Tanna Coffee (Tanna/Vanuatu)
Tanna Coffee ist der sommerliche Happy-Hour-Kaffee aus der Südsee. Auf der Vulkaninsel Tanna haben wir einen ganz besonderen Arabica-Kaffee entdeckt, der mit ausgesprochen dezenter Säure und komplexes Aromen von Tropenfrüchten und Nüssen zu überraschen weiß – ein echter Sommertag-Traum. Der Anbau wird von einem lokal ansässigen australischen Kaffeeexperten betreut, der sich zudem als Röstmeister beweist: Tanna Coffee wird daher ausschließlich in geröstetem Zustand exportiert.
Eine ausführliche Verkostung hat Arne Preuss von Coffeeness durchgeführt. Sein Urteil:
Ein an sich ungewöhnlicher Kaffee, mit einer besonderen Geschichte. Ein harmonischer und komplexer Kaffee. Von meinem „Pflaumentrip“ komme ich nicht runter. Für mich riecht er nach Pflaumen. Aber auch die dunkle, schokoladene Intensität ist sehr interessant. Spannend ist auch die Veränderung des Kaffees von “warm” (Pflaumengeruch, frisch, feucht, schokoladen) zu “kalt” (noch voller, edel- bitter, nussig). Ein Kaffee, für den es sich lohnt mehr Geld auszugeben!
Den gesamten Test finden Sie hier.
Nachhaltigkeitsprofil

Bewertung des Tanna-Kaffees (0 = durchschnittlich, 10 = herausragend)
- Lesen Sie hier mehr über den Tanna Coffee (Geschichte und Hintergründe, Anbau, Qualität , Geschmack und Nachhaltigkeit usw.)
- Tanna Coffee bei Maskal-Kaffee kaufen
Doi Chaang Coffee (Thailand)
Der Doi Chaang Coffee ist der erste und einzige 100 % Arabica, Single Origin, USDA biozertifizierte Schattenkaffee Thailands, der in Europa derzeit angeboten wird. Die Doi Chaang-Bohnen aus dem Goldenen Dreieck – das bestätigten unsere Teströstungen – sind unkomplizierte, echte Allrounder, die sich sowohl für helle als auch für dunklere Röstungen, insbesondere aber auch für eine Espresso-Röstung eignen – mit diesen Bohnen lässt sich herrlich experimentieren!
Der “Coffee Review”, die Bewertungs-Institution für Röstkaffee in Nordamerika, vergab dem “Single Origin Medium Roast” mit 90 Punkten und dem „Single Estate Peaberry Medium“ mit 93 Punkten jeweils ein “Outstanding”.
Nachhaltigkeitsprofil

Bewertung des Doi Chaang-Kaffees (0 = durchschnittlich, 10 = herausragend)
- Lesen Sie hier mehr über den Doi Chaang Coffee (Geschichte und Hintergründe, Anbau, Qualität , Geschmack und Nachhaltigkeit usw.)




