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	<title>Coffee Hunting &#187; Thailand</title>
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		<title>Doi Chaang Coffee – Der Stolz Thailands</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Apr 2009 09:21:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thailand]]></category>
		<category><![CDATA[Doi Chaang]]></category>
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Link: Doi Chaang &#8211; Kaffeequalit&#228;t
Link: Doi Chaang-Kaffee und die Nachhaltigkeit
Link: Doi Chaang demn&#228;chst im Maskal-Shop


Hintergrund
Bis Mitte der 1960er Jahren bauten die Bauern des Dorfs Doi Chaang im so genannten Goldenen Dreieck im Nordwesten Thailands Opium an. Daf&#252;r zerst&#246;rten sie mittels Brandrodung nat&#252;rliche W&#228;lder und mit ihnen wertvolle &#214;kosysteme.
Auf Initiative des K&#246;nigs, der dem Drogenanbau ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.coffee-hunting.com/wp-content/uploads/label-doi-chaang2.jpg" rel="lightbox[93]"><img class="alignright" title="Doi Chaang Kaffee" src="http://www.coffee-hunting.com/wp-content/uploads/label-doi-chaang.jpg" alt="" width="250" height="250" /></a></p>
<ul>
<li>Link: <a href="#quality1">Doi Chaang &#8211; Kaffeequalit&#228;t</a></li>
<li>Link: <a href="#nachhaltig1">Doi Chaang-Kaffee und die Nachhaltigkeit</a></li>
<li>Link: <a title="Lalitpur Coffee im Kaffeeshop kaufen" href="http://maskal.de/kaffee-shop/" target="_blank">Doi Chaang demn&#228;chst im Maskal-Shop<br />
</a></li>
</ul>
<h4>Hintergrund</h4>
<p>Bis Mitte der 1960er Jahren bauten die Bauern des Dorfs Doi Chaang im so genannten Goldenen Dreieck im Nordwesten Thailands Opium an. Daf&#252;r zerst&#246;rten sie mittels Brandrodung nat&#252;rliche W&#228;lder und mit ihnen wertvolle &#214;kosysteme.</p>
<p>Auf Initiative des K&#246;nigs, der dem Drogenanbau ein Ende setzen wollte, wendeten sich die Bauern nachhaltigeren Produkten zu und begannen Tomaten, Kohl und andere Gem&#252;se zu kultivieren. Dennoch verarmten sie zusehends, und die Entwaldung schritt weiter voran.</p>
<p>Eine weitere Initiative des K&#246;nigs brachte Mitte der 1980er hochwertige Kaffeesorten zu den Bergv&#246;lkern Nordwest-Thailands. Als weitgehend rechtlose Minderheiten blieben sie in der Folge der Willk&#252;r skrupelloser Kaffeeh&#228;ndler ausgesetzt, so dass sich mit Kaffee keine wirkliche Existenzgrundlage entwickeln lie&#223;.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Kaffeepfl&#252;ckerin am Werk" src="http://www.coffee-hunting.com/wp-content/uploads/doi-chaang-2.jpg" alt="" width="500" height="295" /></p>
<p>Erst mit der Gr&#252;ndung ihrer eigenen Kooperative und unterst&#252;tzt durch engagierte Landsleute begann Anfang des neues Jahrtausends die Erfolgsgeschichte von Doi Chaang Coffee, die seit 2006 eine internationale Fortsetzung erf&#228;hrt: Zun&#228;chst konnte der Doi Chaang Coffee Experten und Liebhaber in Nord-Amerika begeistern, jetzt betritt er die B&#252;hne der Kaffeespezialit&#228;ten auf dem Alten Kontinent.</p>
<p>F&#252;r als 800 Familien der unterprivilegierten Bergst&#228;mme der Akha und Lisaw bietet der Kaffeeanbau damit seit etwa sechs Jahren nicht nur eine neue Einkommensalternative, sondern tr&#228;gt wesentlich zur Wiederherstellung des &#246;kologischen Gleichgewichts der einst f&#252;r den Opiumanbau stark entwaldeten Region bei.</p>
<p>Neben der &#252;berragenden Qualit&#228;t seiner Kaffees wei&#223; die Produzentengemeinschaft durch Selbstbewusstsein, Dynamik und ehrgeizige Ambitionen im Aufbau nachhaltiger Strukturen zu &#252;berzeugen. Eine selbst initiierte und finanzierte Kaffeeakademie und eine st&#228;ndig wachsende Produktpalette sind Ausdruck ungew&#246;hnlichen Pioniergeistes und beispielhafter Innovationsbereitschaft.</p>
<h4><a id="quality1" name="#quality1">Kaffeequalit&#228;t</a></h4>
<p><strong>Rohkaffee</strong>: Der Rohkaffee beeindruckt durch ein &#228;u&#223;erst harmonisches Erscheinungsbild. Die Bohnen sind mittelgro&#223;, sehr gleichf&#246;rmig und sehr gut (nass) verarbeitet. Die Farbe der vorliegenden 2007/08-Muster entspricht einer hellen Jade. Der Geruch ist einwandfrei und gibt keinerlei hinweise auf Defekte.<br />
Dieser Eindruck wird bei der anschlie&#223;enden Analyse best&#228;tigt. Defekte sind in beiden vorliegenden Mustern (Bohnen und Peaberries) quasi Fehlanzeige: Es lie&#223;en sich jeweils nur 3 resp. 1 gebrochene Bohnen finden! Wenn die Sackware genau so ist, dann &#8230; w&#252;rden wir uns nicht dar&#252;ber wundern!</p>
<p><strong>R&#246;stkaffee</strong>: Der „Coffee Review“, die Bewertungs-Institution f&#252;r R&#246;stkaffee in Nordamerika, vergab dem „Single Origin Medium Roast“ mit 90 Punkten und dem „Single Estate Peaberry Medium“ mit 93 Punkten jeweils ein „Outstanding“. In der Beschreibung des „Single Origin Medium Roast“, also recht genau der R&#246;stung, die wir auch anbieten, hei&#223;t es: „&#8230; ein eindrucksvoll ausgewogener Kaffee. Blumen- und Orangennoten im Aroma &#8230; Sauber, mit einem s&#252;&#223;en Abgang.“ (<a title="externer Link" href="http://www.coffeereview.com/review.cfm?ID=1580" target="_blank">Quelle</a>), und zum „Single Estate Peaberry Medium“ schreiben die Tester: „ &#8230; ein erfrischender Kaffee &#8230; delikat im Mundgef&#252;hl &#8230; ausgesprochen s&#252;&#223; in seiner Struktur &#8230; und Noten von Honig und Blumen &#8230;“ (<a title="externer Link" href="http://www.coffeereview.com/review.cfm?ID=1605" target="_blank">Quelle</a>) . Dem Urteil k&#246;nnen wir uns mit &#220;berzeugung anschlie&#223;en, auch wenn wir selbst dem „Single Origin Medium Roast“ 1 oder 2 Punkte mehr vergeben h&#228;tten.</p>
<h4>Potenzial/Eignung:</h4>
<p>Die Doi Chaang-Bohnen, das best&#228;tigten unsere Testr&#246;stungen, sind unkomplizierte, echte Allrounder, die sich sowohl f&#252;r helle als auch f&#252;r dunklere R&#246;stungen, insbesondere aber auch f&#252;r eine Espresso-R&#246;stung eignen. Mit diesen Bohnen l&#228;sst sich herrlich experimentieren.</p>
<h4><a id="nachhaltig1" name="#nachhaltig1">Nachhaltigkeit</a></h4>
<p><strong>&#214;konomie</strong>: In Doi Chaang hat man aus der Vergangenheit zwei Dinge gelernt: Zum einen, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, zum anderen, nicht nur auf ein Pferd zu setzen. Das Gemeinschaftsunternehmen verfolgt die Strategie der horizontalen, lateralen und vertikalen Diversifikation: Mehr als 6 unterschiedliche Blends und R&#246;stungen werden angeboten. In Zukunft werden auch Beiprodukte, wie Kaffee&#246;lextrakte f&#252;r Kosmetika oder Rohkaffeepulver als Nahrungserg&#228;nzungsmittel weitere Einkommensm&#246;glichkeiten er&#246;ffnen. Aber Kaffee ist nur ein Element eines Agroforstsystems, das auch Macadamia, Birne, Pfirsiche und bald auch Tee umfasst – die Basis f&#252;r eine breite Produktpalette.</p>
<p>All diese Entwicklungen w&#228;ren nicht m&#246;glich durch ein Ma&#223; an Eigeninitiative, Unternehmergeist und (Re-)Investitionsbereitschaft in &#246;konomische und soziale Infrastruktur, wie Baumschulen, Lagerh&#228;user oder eine Kaffeeaufbereitungsanlage.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-113 aligncenter" title="Landschaft bei  Doi Chaang mountainous backdrop - photographer - Cheryl Flores" src="http://www.coffee-hunting.com/wp-content/uploads/2009/04/landschaft.jpg" alt="Landschaft bei  Doi Chaang mountainous backdrop - photographer - Cheryl Flores" width="600" height="240" /></p>
<p>Kaffee aus Doi Chaang &#8211; was w&#246;rtlich &#252;bersetzt soviel hei&#223;t wie Elefantenberg – verf&#252;gt innerhalb Thailands &#252;ber ein inzwischen dichtes Netzwerk von mehr als 300 Partner-Shops. Aber erst seit zwei Jahren wird Doi Chaang Coffee au&#223;erhalb Thailands vermarktet. In einer einmaligen, ‚echten’ Fair-Handels-Beziehung sind die Kooperativen zu 50 % an ihrem kanadischen Tochterunternehmen, dem auch ein eigener R&#246;stmeister angeh&#246;rt, und somit an der gesamten Wertsch&#246;pfungskette beteiligt. &#196;hnliche Modelle sind in Europa geplant. Die Registrierung von Doi Chaang als <strong>gesch&#252;tzte Ursprungsangabe</strong> soll auf nationaler wie internationale Ebene die Markenbildung und das Image st&#228;rken und vor Plagiarismus sch&#252;tzen. Deshalb wird mit den Handelspartnern vertraglich die Verwendung in Blends praktisch ausgeschlossen.</p>
<p>Schon heute m&#252;ssen sich die Bauern von Doi Chaang die Preise weder von Zwischenh&#228;ndlern, noch vom Weltmarkt diktieren lassen – sie selbst bestimmen den Preis, der zur Zeit bei mindestens 3,50 US $/Kilo liegt. Bei 300 Tonnen Jahresproduktion l&#228;sst sich damit derzeit ein Bruttoumsatz von etwa 1.250 Dollar pro Familie generieren, von denen freilich ein Teil wieder in neue Projekte investiert wird.</p>
<p><strong>&#214;kologie:</strong> Mit der Wiederaufforstung des Elefantenberg mit mehr als 100.000 gepflanzten B&#228;umen j&#228;hrlich &#252;bernehmen die Bauern Doi Chaang nicht nur die Verantwortung f&#252;r ihre eigenen historischen Umwelts&#252;nden, sondern auch f&#252;r die anderer Ethnien, die vor ihnen die Region besiedelt haben und inzwischen abgewandert sind. Die mit Schatten spendenen Pfirsich, Birn- und Macadamieb&#228;umen angereicherten Kaffeekulturen tragen wesentlich zur Regeneration der Landschaft und Biodiversit&#228;t bei. Inzwischen ist auch wieder die asiatische Zibetkatze heimisch, der Hinterlassenschaften reich an fermentierten Kaffeebohnen sind, mit denen auf Sumatra der ber&#252;hmte Kopi Luwak, der teuerste Kaffee der Welt hergestellt wird.</p>
<p>Es versteht sich fast von selbst, dass Doi Chaang rein biologisch angebaut wird. Die verwendeten D&#252;nger besteht zu 95 % aus kompostierter Pulpe der Kaffeekirschen, die bei der Verarbeitung anf&#228;llt. Die Kooperative mit ihren 12 Produzentengruppen ist inzwischen biozertifiziert nach USDA-Standard.</p>
<p><strong><a href="http://www.coffee-hunting.com/wp-content/uploads/kaffeebauern-doi-chaang.jpg" rel="lightbox[93]"><img class="alignright" title="Kaffeebauern von Doi Chaang - klick f&#252;r gro&#223;es Bild" src="http://www.coffee-hunting.com/wp-content/uploads/kaffeebauern-klein.jpg" alt="" width="250" height="187" /></a>Soziales</strong>: Nicht nur die gemeinsame Geschichte, sondern auch der gemeinsam Erfolg schwei&#223;en zusammen. Die Haushalte der Akha und Lisaw umfassen nicht selten generationen&#252;bergreifend bis zu 20 Personen. Eine verbesserte Einkommenssituation durch den Kaffeeanbau unterbindet auch die Abwanderung der j&#252;ngeren Bev&#246;lkerungsgruppen. Eine gesunde Bev&#246;lkerungsstruktur ben&#246;tigt soziale Infrastruktur, die bislang fehlte. Den Anfang machte die selbst finanzierte Kaffee-Akademie. Schulen und eine Gesundheitsstation stehen als Zukunftsprojekte oben auf der Agenda.</p>
<p>Erfolg macht auch selbstbewusst, st&#228;rkt die Identifikation mit der eigenen Kultur und tr&#228;gt damit zu deren Erhalt bei. Die Akha und Lisu zeigen eindrucksvoll, wie sich Tradition und Moderne harmonisch verbinden lassen.</p>
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